Zwanzig Stunden Arbeit, zwölf Stunden Plastik
„Ich habe jahrelang gutes Brot gebacken — und es dann in eine Plastiktüte gesteckt."
Hans hat sein Handwerk gelernt, als man in der Backstube noch auf den Teig gewartet hat. Erst bei seiner Großmutter, die einen Sauerteig fütterte, seit er denken konnte. Dann in der Lehre, wo er zum ersten Mal sah, wie ein Handwerk dem Zeitplan weicht: Backmittel, Fertigmischungen, verkürzte Gehzeiten. Nichts davon ist verboten. Aber es war nicht das, wofür er angefangen hatte.
Was ihn irgendwann mehr störte als jede Abkürzung, war der Moment danach. Ein Laib, der über Nacht gereift ist, landet in einer Tüte, die ihn in einem halben Tag ruiniert. Plastik hält die Feuchtigkeit fest, die Kruste wird weich und schimmelt. Papier lässt alles entweichen, das Brot trocknet aus. Zwischen diesen beiden Fehlern gab es nichts.