Annas Blog

Brot & Küche

So viele Arten, Brot aufzubewahren: Ich habe die 6 beliebtesten mit 6 gleichen Laiben getestet. Nach 7 Tagen war nur noch ein Brot essbar

Die Methode, die fast jede von uns benutzt, ist auf dem vorletzten Platz gelandet.

Von Anna Müller · Lesezeit 5 Minuten

Nach sieben Tagen war von sechs Broten noch genau eines essbar. Es war nicht das, auf das ich gewettet hätte.

Ich kaufe unser Brot beim Bäcker um die Ecke, und ich habe mich jahrelang darüber geärgert. Am dritten Tag war es hart, manchmal hatte es am vierten schon grüne Stellen, und die Hälfte habe ich weggeworfen. Mir tut das jedes Mal leid, denn bei uns zu Hause hat man Brot nicht weggeworfen.

Mein Mann hat gelacht, als ich mit sechs Broten vom Bäcker nach Hause kam. Aber ich wollte es einmal mit eigenen Augen sehen und nicht nur glauben, was irgendwo steht. Also habe ich sechs gleiche Bauernbrote geholt, alle vom selben Blech, und jedes so aufbewahrt, wie man es eben kennt.

Eine Woche lang habe ich jeden Morgen von jedem eine Scheibe abgeschnitten, probiert und auf einem Zettel notiert, wie sie war. Das ist kein Labor, das ist nur meine Küche. Aber ich glaube, ehrlicher kann man es nicht ausprobieren.

Ich schreibe es so auf, wie es war, vom schlechtesten zum besten. Vielleicht erkennst du dich bei dem einen oder anderen wieder. Mir ging es jedenfalls so.

Platz 6 Der Kühlschrank

Den Tipp hatte ich von einer Bekannten, und ich hatte mir ehrlich etwas davon versprochen. Geschimmelt ist das Brot dort nicht. Aber schon am zweiten Morgen war die Scheibe zäh und hat nach kaum etwas geschmeckt.

Am dritten Tag war das Brot so altbacken wie sonst nach einer knappen Woche. Später habe ich gelesen, dass Brot in der Kälte schneller alt wird als auf dem Tisch. Das hätte ich gern früher gewusst.

Eine andere Leserin hat es so beschrieben: „In der Plastiktüte im Kühlschrank schimmelt das Brot nicht, wird aber auch trocken und die Kruste weich.“

Mein Eindruck: Es schimmelt nicht, aber es schmeckt auch nicht mehr.

Platz 5 Die Plastiktüte

So habe ich es selbst zwanzig Jahre lang gemacht, und fast jede, die ich kenne, macht es genauso. Am ersten Abend war die Kruste schon weich.

Am vierten Tag habe ich innen an der Tüte kleine Wassertropfen gesehen, und am fünften hatte der Laib grüne Punkte. Die Tüte hält die Feuchtigkeit fest, die das Brot abgibt, und genau dort fühlt sich der Schimmel wohl.

„Im Plastik wird die Kruste weich.“

Mein Eindruck: Die Kruste ist am ersten Tag dahin, am fünften kam der Schimmel.

Platz 4 Die Papiertüte vom Bäcker

Das hat mich überrascht. Zwei Tage lang war dieses Brot das beste von allen, die Kruste hat richtig geknackt.

Am dritten Tag war der Anschnitt aber schon trocken, und am vierten konnte ich die Scheibe nur noch toasten. Papier lässt eben alles hinaus, auch das, was das Brot innen saftig hält.

„Es bleibt so 2 - 3 einigermaßen frisch, aber dann wird es schon trockener.“

Mein Eindruck: Zwei Tage sehr gut, danach nur noch zum Toasten.

Platz 3 Der Leinenbeutel und das Geschirrtuch

So hat es meine Mutter gemacht, und ich gebe zu, ich hatte gehofft, dass das Tuch gewinnt. Es hat das Brot einen Tag länger gehalten als das Papier.

Am fünften Tag war es außen hart und innen krümelig. Der Stoff lässt das Brot atmen, aber er hält die Feuchtigkeit nicht im Brot.

„Beim Stoffbeutel wurde das Brot trocken und verlor Geschmack und Konsistenz.“

Mein Eindruck: Bis zum dritten Tag gut, am fünften hart.

Platz 2 Der Brotkasten

Mein Brotkasten ist aus Buchenholz und war nicht billig, ich habe damals 49 Euro dafür bezahlt. Bis zum vierten Tag war das Brot darin in Ordnung, auch wenn die Kruste schon weich war.

Am sechsten Tag habe ich hinten in der Ecke einen grauen Fleck entdeckt. Seitdem weiß ich auch, warum ich den Kasten so oft mit Essig auswischen musste. Wenn er einmal feucht geworden ist, bleibt er es lange.

„Wenn einmal Schimmel drin ist, kommt er trotz reinigen schneller wieder.“

Mein Eindruck: Bis zum vierten Tag in Ordnung, am sechsten Schimmel. Von allem, was ich schon im Haus hatte, war er das Beste.

Platz 1 Der Beutel, den ich nur dazugelegt habe, um meiner Tante das Gegenteil zu beweisen

Den Beutel hat mir meine Tante geschenkt. Ich will ehrlich sein: Ich habe ihn nur dazugelegt, weil ich ihr zeigen wollte, dass er auch nichts Besonderes ist. Er sieht aus wie ein gewöhnlicher Stoffbeutel, nur etwas fester, und er riecht ein wenig nach Honig.

Am dritten Tag hat die Kruste noch geknackt. Am fünften war die Krume weich. Am siebten Tag haben mein Mann und ich den Kanten zum Frühstück gegessen, ganz ohne Toaster.

So frisch wie am ersten Tag war das Brot nicht mehr, das will ich nicht behaupten. Aber es war ein gutes Brot, und es war das einzige von den sechs, von dem nichts in den Müll gewandert ist.

Meine Tante hat mir erklärt, woran es liegt. In den Stoff ist Bienenwachs eingearbeitet. Das Wachs lässt so viel Feuchtigkeit hinaus, dass die Kruste nicht weich wird, und hält so viel zurück, dass das Brot innen nicht austrocknet. So schützen die Bienen ihre Waben, und so haben es unsere Großmütter mit dem Brot gemacht, bevor es Plastik gab.

„Ich kannte es noch von meiner Mutter, da hielt das Brot wirklich über eine Woche frisch.“

Mein Eindruck: Am siebten Tag noch ein gutes Brot.

Und das Einfrieren?

Eingefroren habe ich für diese Woche nichts. Ich habe das lange gemacht, und es geht ja auch. Aber aufgetautes Brot schmeckt mir einfach nicht wie frisches.

„Einfrieren war schlussendlich die einzig wahre Möglichkeit das Brot bis zum Schluss essbar zu erhalten.....aber wirklich gut geschmeckt hat es natürlich nicht mehr.“

Ein Fehler, den ich dir ersparen möchte

Nach dieser Woche habe ich mir im Internet die billigsten Wachsbeutel bestellt, drei Stück für 13,99 Euro. Ich dachte, Beutel ist Beutel.

Sie haben nach Kerze gerochen, und nachdem ich sie zweimal abgewischt hatte, war vom Wachs nichts mehr zu spüren. Bei denen wird das Wachs nur dünn aufgesprüht.

„Habe mir auch über Amazon einen gekauft, der taugt nichts.“

Der Beutel von meiner Tante kommt von einem kleinen Familienbetrieb. Hans Meister hat das Handwerk bei einem Bäcker in Lyon gelernt, und dort arbeiten sie echtes Bienenwachs von Hand in schwere Baumwolle ein. Es wird nicht aufgesprüht, der Stoff wird damit getränkt. Den Unterschied merkt man, sobald man beide in der Hand hat.

Der billige aus dem Internet

  • Wachs dünn aufgesprüht
  • Nach dem Abwischen liegt der Stoff frei
  • Nur für ein kleines Brot
  • Hält ein paar Wochen

Der von meiner Tante

  • Reines Bienenwachs, von Hand eingearbeitet
  • Das Wachs bleibt im Gewebe
  • 33 × 43 cm, auch für einen großen Laib
  • Hält Jahre, man kauft ihn einmal und nicht zehnmal

Wo ich meinen bestellt habe, und welches Set zu dir passt

Ich habe meinen direkt bei dem Familienbetrieb bestellt. Das ging nicht sofort: Als ich bestellen wollte, war er ausverkauft. Ich musste meine E-Mail-Adresse hinterlegen, und erst sechs Wochen später war er wieder erhältlich. Jeder Beutel wird von Hand gemacht, deshalb gibt es immer nur kleine Mengen.

Geschenkt ist er nicht, das sage ich gleich dazu. Aber man kauft ihn nur einmal, und wenn dein Brot damit nicht länger hält, bekommst du innerhalb von 30 Tagen dein Geld zurück.

Die eigentliche Frage ist nur, wie viele Beutel du brauchst. Ich habe am Anfang selbst überlegt, deshalb schreibe ich dir auf, wie ich es heute sehe.

2 Beutel

Für dich allein oder für ein Brot in der Woche. Einer ist in Benutzung, der zweite liegt bereit.

54,99 €

27,50 € je Beutel, Versand kommt dazu

Das nehmen die meisten

4 Beutel

Einer für das Brot, einer für die Brötchen, einer zum Wechseln und einer zum Verschenken. Der Versand kostet nichts, und es liegen drei kleine Geschenke dabei.

74,99 €

18,75 € je Beutel

6 Beutel

Für alle, die selbst backen oder eine große Familie haben, und für alle, die schon wissen, wem sie einen schenken. Versand frei, vier Geschenke.

99,99 €

16,67 € je Beutel

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Solange Beutel da sind · 30 Tage Geld zurück

Die meisten nehmen das Set mit vier, und der Grund ist einfach: Mit Versand kostet es nur 15 Euro mehr als das Zweier-Set, und man hat doppelt so viele Beutel.

So habe ich es auch gemacht. Einen nehme ich für das Brot und einen für die Brötchen. Die anderen beiden habe ich meiner Schwester und einer Nachbarin geschenkt, und beide haben inzwischen nachbestellt.

Ich bin auch nicht die Einzige, bei der es geklappt hat. Im Shop stehen 978 Bewertungen, im Schnitt 4,8 von 5 Sternen.

Ich hoffe, mein kleiner Versuch hilft dir weiter.

Herzliche Grüße
Anna

PS: Wenn er gerade da ist, würde ich nicht lange warten. Ich habe einmal gezögert und dann sechs Wochen ohne dagestanden.

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