Annas Blog

Brot & Küche

5 Gründe, warum ich mein Sauerteigbrot nur noch im Bienenwachsbeutel aufbewahre

Seit dem Kurs bei Vincent schmeckt mein Brot am Mittwoch noch wie am Sonntag.

Von Anna · Lesezeit 2 Minuten

Ich backe seit fünf Jahren Sauerteigbrot. Fünf Jahre lang habe ich von jedem Laib die Hälfte weggeworfen und es niemandem erzählt.

Dann hat ein französischer Bäcker mitten in meinem Kurs aufgehört und uns erklärt, warum. Am Rezept lag es nie. Es lag an der Tüte.

Hier ist kurz, was sich seitdem bei mir geändert hat.

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1 Die Kruste knistert noch am dritten Tag

Früher war meine Kruste am nächsten Morgen weich. Vincent hat uns erklärt, warum: Brot gibt noch tagelang Feuchtigkeit ab. Die Plastiktüte sperrt sie ein, und die Kruste saugt sie auf.

Im Bienenwachsbeutel geht die Feuchtigkeit langsam durch den Stoff hinaus. Am Mittwoch war meine Kruste fest. Nicht feucht, nicht hart.

Eine Leserin hat mir dasselbe geschrieben: „Ich backe meistens ein großes Sauerteig Brot. Die Kruste war am nächsten Tag weich und nicht mehr so knusprig und die Krume wurde fester. Und nach 3-4 Tagen fing es an zu schimmeln.“

2 Die Krume bleibt weich, bis der Laib aufgegessen ist

Leinen und Papier machen das Gegenteil von Plastik. Sie lassen alles hinaus, und die Krume trocknet vom Rand her aus. Das Wachs hält genug Feuchtigkeit im Brot.

Mein Mann hat am Mittwochmorgen ein Stück gegessen und gesagt, es schmeckt wie am Sonntag. Am Freitag war der Laib aufgegessen. Jede Scheibe, ohne Toaster.

3 Kein Schimmel, und das ohne Kühlschrank

Im Beutel bildet sich kein Kondenswasser, und auf Bienenwachs kann kein Schimmel wachsen. Bienen schützen damit ihren Stock, das ganze Jahr bei fünfunddreißig Grad und achtzig Prozent Luftfeuchtigkeit.

Den Kühlschrank brauche ich nicht mehr. Vincent nennt ihn den schlimmsten Fehler von allen, weil Brot darin bis zu sechsmal schneller alt wird.

„… in der Plastiktüte im Kühlschrank schimmelt das Brot nicht, wird aber auch trocken und die Kruste weich.“

So habe ich es fünf Jahre lang gemacht.

4 Deine Arbeit landet nicht mehr im Müll

Wer selbst backt, weiß, was in einem Laib steckt. Anstellgut füttern, dehnen und falten, die Stockgare abwarten. Früher ist davon die Hälfte in den Müll gewandert.

Seit dem Beutel essen wir jede Scheibe. Gleiches Mehl, gleiches Rezept, gleicher Ofen. Anderer Beutel.

„Ist schade um die guten Zutaten, die Zeit und die Arbeit, die man in die Handarbeit steckt.“

5 Einmal kaufen und jahrelang benutzen

Vincent hat uns gewarnt: Die meisten Bienenwachsbeutel im Netz sind Baumwolle mit aufgesprühtem Wachs. Einmal falten, und es bricht.

Ich habe mir zum Vergleich zwei billige von Amazon geholt. Der erste hat am zweiten Tag Wachsflocken auf die Kruste verloren. Der zweite war nach einmal Ausspülen blank.

Beim Brot-Meister-Beutel ist das Wachs in die Baumwolle eingearbeitet, er ist schwer und riecht ein wenig nach Honig. Vincents eigener ist drei Jahre alt und funktioniert wie am ersten Tag.

„Habe mir auch über Amazon einen gekauft, der taugt nichts. Wollte nicht soviel Geld ausgeben, aber billig Kauf bringt nichts.“

Welches Set du nehmen solltest

Ich habe meinen noch am selben Abend bestellt, bei der kleinen Familienfirma aus Österreich, die Vincent empfohlen hat. Die Frage ist nur, wie viele Beutel du brauchst.

2 Beutel

Wenn du einmal in der Woche bäckst. Einer ist in Benutzung, der zweite liegt bereit.

Das nehmen die meisten

4 Beutel

Für Brot und Brötchen, einer zum Wechseln und einer zum Verschenken. Der Versand kostet nichts, und jeder Beutel kostet deutlich weniger als im Zweier-Set.

6 Beutel

Wenn du mehrmals in der Woche bäckst oder schon weißt, wem du einen schenkst.

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30 Tage Geld zurück, wenn dein Brot damit nicht länger hält.

Dein Brot ist gut. Dein Rezept ist gut.

Es war immer der Beutel.

Anna